Berufsstarterklasse der Leintorschule Nienburg

Auszüge aus der Arbeit der Berufsstartbegleiterin

Mit meiner neuen Stelle als „Berufsstartbegleiterin“ an der Leintorschule in Nienburg freute ich mich auf meine neuen Aufgaben. Natürlich stellten sich auch viele Fragen ein: Was erwartet mich? Und wie wird die Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern gelingen?
                               
Nach einer kurzen „Kennlernphase“ in der Berufsstarterklasse begannen wir gleich mit einem Kompetenzfeststellungsverfahren, um herauszufinden welche  Fähigkeiten und Interessen die Schüler/innen haben. Es wurden Übungen durchgeführt, die Einblicke in das handwerkliche Geschick, die Teamfähigkeit und das logisches Denken der Schüler/innen geben können. Aufgrund der Ergebnisse und der Gespräche mit den Schüler/innen konnte ich eine erste Einschätzung über deren berufliche Interessen treffen.

Nach dem ersten Elternabend, der gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern gestaltet wurde, sagten viele Eltern Unterstützung zu. Darüber freute ich mich sehr, denn die Mitarbeit der Eltern ist von großer Bedeutung, um die Schüler/innen zu fördern.

Da die Berufsstarterklasse zu Beginn der 8. Klasse ganz neu zusammengesetzt wurde, mussten sich die Schüler/innen zu einer neuen Klassengemeinschaft finden. Bei einem gemeinsamen Stadtrundgang durch Nienburg und einem Ausflug nach Hannover wuchs die Klasse langsam zusammen.

Die Schülerinnen und Schüler freuten sich auf ihr erstes Praktikum. Sie stellten allerdings auch fest, dass es gar nicht so einfach ist, sich im „Berufsleben“ zurechtzufinden. Die Schüler/innen hatten teilweise Defizite bei Fähigkeiten, die für das Bestehen in einem Betrieb sehr wichtig sind. Hier konnte ich meiner Aufgabe gerecht werden. Gemeinsam mit den Schüler/innen erarbeitete ich wichtige Themen, um einen guten Start sowie einen guten Verlauf des Praktikums zu ermöglichen. Zu diesen Themen gehörten: Verhaltensregeln im Betrieb, der Umgang mit Kunden, Pünktlichkeit, passende Bekleidung am Arbeitsplatz, Arbeitstempo, Vermeiden von Fehlzeiten und das korrekte Abmelden bei Krankheit.
Durch die eine oder andere Ermahnung im Betrieb und auch durch einen „Rauswurf“ aus einem Praktikum wurde den Schülern bestätigt, dass es sehr wichtig ist, sich an diese Dinge zu halten.

Die schulischen Leistungen entwickelten sich positiv. Die Schülerinnen und Schüler haben wieder mehr Spaß am Unterricht. Sie nehmen  pünktlicher und kontinuierlicher am Unterricht teil, so dass sich der Lernerfolg einstellen wird. Zur Unterstützung wurde ein Schülerbegleitheft eingeführt.

Geplant sind neben dem Besuch des Hochseilgartens in Hannover Projekttage zu verschiedenen Themen wie z.B. „Fit durch den Winter“, Alkoholtestkäufe in Zusammenarbeit mit der Polizei Nienburg (Präventionsbeauftragter) und ein Streitschlichterkurs.

An der Leintorschule begegnete ich einem netten, aufgeschlossenem Kolleginnenteam, das die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern engagiert durchführt. Zu vielen Nienburger Betrieben halte ich Kontakte und bin bemüht, den Schülerinnen und Schülern ein passendes Praktikum zu vermitteln und sie  unterstützend zu begleiten.
Mich erwarten Schülerinnen und Schüler, die ihren Weg in die Ausbildung gehen wollen und unterstützt werden möchten. Die Zusammenarbeit ist gut, obwohl mancher Schüler die Grenzen täglich neu testet.

Für alle Schülerinnen und Schüler der Klasse heißt das Ziel, einen Hauptschulabschluss zu bekommen und einen Ausbildungsplatz am Ende der Klasse 9 zu erlangen.

"Abschlussquote erhöhen - Berufsfähigkeit steigern"
Ein Modellprojekt des Landes Niedersachsen und der Regionaldirektion Niedersachsen - Bremen der Bundesagentur für Arbeit

Ihre Ansprechpartnerin

Frauke Felix
Projektkoordinatorin
Tel.04231 9314-20
Fax.04231 9323-98