Abschlussquote erhöhen – Berufsfähigkeit steigern Hauptschule Bad Zwischenahn
Die Berufsstarterklasse 8d in Bad Zwischenahn besteht derzeit aus 16 Schülern, 7 Mädchen und 9 Jungen.
Die Fotos geben einen kleinen Eindruck über unseren Praktikumsalltag.
Zwei Schüler berichten hier über ihre ersten 6 Monate in der Berufsstarterklasse:
Ein Schüler, 15 Jahre
„Ich habe zuerst ein Praktikum als Koch in einer Großküche in einem Altenwohnzentrum gemacht. Das hat mir viel Spaß gemacht und ich durfte auch einmal das Praktikum dort verlängern. Ich habe dort gekocht, Salate und Garnitur geschnitten, Inventur und Lieferkontrolle gemacht. Besonders hat mir das Schneiden von Salaten gefallen und dass ich mittags immer etwas zu essen bekommen habe. Im Praktikum habe ich gelernt, dass ein Chefkoch nicht nur kochen muss, sondern auch viele andere Aufgaben hat. Ich habe im Praktikum einen so guten Eindruck hinterlassen, dass ich mich dort für eine Ausbildungsstelle bewerben soll. Vielleicht habe ich Glück.
Als mein Praktikum ausgelaufen ist, hatte ich keine richtige Lust, mich um einen anderen Platz zu bemühen. Ich habe es mir einfach gemacht und in dem Supermarkt nebenan nach einem Praktikumsplatz gefragt. Dort bin ich dann angefangen. Ich habe dann nach kurzer Zeit festgestellt, dass der Beruf des Verkäufers nichts für mich ist. Immer Ware auspacken war mir zu langweilig. Aber da ich zu faul war, mir etwas anderes zu suchen, musste ich dort weiter machen.
Dann habe ich noch zwei Tage ein Praktikum an der Berufsschule im BAU ABC gemacht. Dort habe ich die Berufe Maurer und Fliesenleger ausprobiert. Das hat mir auch viel Spaß gemacht. Vielleicht probiere ich diese Berufe bald auch mal im Praktikum aus.
An der Projektklasse finde ich gut, dass wir Praktika machen und dadurch unseren Einstieg in unser Berufsleben erleichtern. Wir haben in der Woche viel Abwechslung und dürfen selbstständig arbeiten.“
Eine Schülerin, 14 Jahre
„Ich mache seit den Herbstferien mein Praktikum in einem kleinen Friseursalon als Friseurin. Das ist mein Traumberuf! Dort drehe ich an einem Übungskopf Wickler ein, reiche meinen Kolleginnen Wickler an, fege Haare und mache andere Aufräumarbeiten. Ich räume Handtücher ein und darf den Kunden Kaffee und Tee servieren.
Donnerstags darf ich - wenn nicht so viel los ist - ein Modell mitbringen, an dem ich Hochsteckfrisuren und Dauerwelle ausprobieren kann. Meist hält dafür eine Freundin oder meine Oma ihren Kopf hin. Meine Chefin ist so zufrieden mit mir, dass sie mir gesagt hat, dass sie mich im Sommer 2010 gerne in Ausbildung nehmen möchte. Nun tue ich alles dafür, dass sie bei der Meinung bleibt.
Vor dem Praktikum als Friseurin habe ich eins bei einer Kosmetikerin gemacht. Da konnte ich allerdings nicht so viel tun. Das Praktikum als Friseurin ist für mich abwechslungsreicher.
"Abschlussquote erhöhen - Berufsfähigkeit steigern"
Ein Modellprojekt des Landes Niedersachsen und der Regionaldirektion Niedersachsen - Bremen der Bundesagentur für Arbeit
Frauke Felix
Projektkoordinatorin
Tel.04231 9314-20
Fax.04231 9323-98